Tageszeiten {Short Stories}

23. Juni 2014

Bine von was eigenes und Andrea von Jolijou haben vor einiger Zeit das Short-Stories-Projekt ins Leben gerufen. Dabei soll vor allem das Wort bzw. die Texte auf dem Blog im Mittelpunkt stehen und nicht tausende von top geknippsten Bildern. Das Thema in diesem Monat sind Tageszeiten und für mich stellt dies eine kleine Herausforderung dar, denn einen wirklichen Tagesrhythmus habe ich nicht. 

Bei Tag ist es kinderleicht, die Dinge nüchtern und unsentimental zu sehen. 
Nachts ist das eine ganz andere Geschichte. (Ernest Hemingway)

Tageszeiten: Sonnenaufgang hinter dem Berg



Was ist Deine liebste Tageszeit? Wann bist Du in Hochform? Welche Minuten am Tag genießt Du am meisten? Den Morgen, den Mittag oder den Abend?



Früher war ich ein wirklicher Frühaufsteher, denn als Kind hielt mich selbst an Sonntagen nichts länger als bis um halb sieben im Bett. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich wach und wollte irgendetwas unternehmen. Im Laufe der Jahre hat sich das erstmal nicht wirklich geändert, unter der Woche morgens um halb sieben, am Wochenende auch mal um acht. Ich war immer der Meinung, wenn man früh aufsteht hat man mehr vom Tag, von der Helligkeit und das vor allem im Winter. In den letzten Jahren, vor allem seitdem ich zu Hause ausgezogen bin hat sich das etwas geändert. Ich bin immernoch der Meinung, wenn ich früh aufstehe, dann kann ich an diesem Tag mehr erledigen, jedoch wird die Umsetzung immer schwieriger. 


Mein Alltag heute wird vor allem durch Vorlesungen und Übungen geprägt. Dabei ist das Problem hierbei für mich, dass wenn eine Vorlesung um elf beginnt ich davor nie wirklich etwas für die Uni schaffe. Meist erledige ich am Vormittag Hausarbeiten oder gehe einkaufen. Einfache Tätigkeiten eben, die keine besonders große Konzentration brauchen.
Noch relativ zu Beginn meines Studiums habe ich dann gemerkt, dass meine beste Lernphase um 17.00 Uhr beginnt und das dann bis ich um elf ins Bett gehe. Ich mag es wenn ich an meinem Schreibtisch sitz aus dem Fenster schaue und die Menschen beobachten kann wie sie mit dem Auto oder Fahrrad auf dem Heimweg sind. Zudem steht die Sonne, sollte sie mal scheinen, dann immer direkt mit gegenüber und ich sehe wie sie langsam hinter den Bäumen auf der anderen Straßenseite untergeht.

Wenn es dann dunkel ist bin ich ganz bei mir,  in dem Moment dann wirklich fast nichts mich vom arbeiten ablenken. Eigentlich mag ich keine vollkommene Dunkelheit, ich sehe gern die Dinge die um mich herum geschehen, aber beim Lernen hilft mir die Dunkelheit, denn es gibt dann nur einen bestimmten Radius auf den ich mich konzentriere. 

Am Morgen brauche ich meist ein paar Minuten um wach zu werden und obwohl ich für mein Leben gern Frühstücke und Brunche bin ich fast nie in der Lage mir selbst frühstück zu machen. Mittlerweile macht das immer mein Hase und wir sitzen dann gemeinsam am Tisch und hören die Nachrichten. In der Zeit als ich alleine wohnte musste meist eine Tasse Kaffee ausreichen und das wirkliche Frühstück wurde auf ein belegtes Brötchen in der Uni verschoben. 

Zudem bin ich kein Mensch der sich auf einen wirklichen Rythmus jeden Tag einstellt und diesem dann Tag für Tag nachgeht. Jeder Tag ist bei mir anders als der vorherige, jeden Tag passiert etwas anderes. Dass soll nicht heißen, dass ich nichts plane und koordiniere. Nein, ganz bestimmt nicht, denn es steht alles in meinem kleinen Kalender mit orangenen Ledereinband, der mein ständiger Begleiter ist. Es fällt mir jedoch schwer, mir einen Rhythmus anzugewöhnen und diesen dann beizubehalten. 

Ich mag den ganzen Tag vom Morgen bis zum Abend, aber wenn ich mich wirklich entscheiden muss, dann nehme ich trotz den Schwierigkeiten beim Aufstehen den Morgen und diesen dann mit Vogelgesang, einem leichten Wind und der aufgehenden Sonne. 

Tageszeiten, Sonnenuntergang im Berg



Nun möchte ich natürlich auch von euch wissen, was ist eure Lieblingstageszeit? Und wann erledigt ihr am meisten Aufgaben?

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1 Kommentare

  1. Hallo, meine Liebe, jetzt musste ich lange überlegen, was "meine" Tageszeit ist...Ganz ehrlich, ich kann es gar nicht so genau sagen. Manchmal wache ich morgens voller Elan auf und dann schaffe ich unendlich viel weg. Manchmal ist es aber auch so, dass ich morgens keine Lust habe, etwas zu erledigen. Und dann, irgendwann im Laufe des Tages laufe ich zur Hochform auf. Dann kann ich schaffen und werkeln ohne Pause. Das gleiche manchmal Abends. So habe ich schon so manche Nacht zum Tag gemacht. Also, ich bin, ganz typisch "Sternzeichen Waage". Mal so und mal so! Liebe Grüße von Linde, die gerade noch im Garten gewerkelt hat :-)))

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Ich freu mich über nette Anregungen und dank euch für euren lieben Kommentare!

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